Ausgangslage
Ein grosses Bauernhaus im Kanton Zürich, gewachsen über mehrere Bauphasen: Wohnteil mit Fachwerk-Sichtfassade, dahinter ein durchgehender Ökonomietrakt mit Scheune. Für die geplante Sanierung benötigte das beauftragte Architekturbüro eine verlässliche Planungsgrundlage – doch wie bei vielen historischen Liegenschaften dieser Grösse fehlten aktuelle, massgenaue Bestandspläne, die die gewachsene Struktur des Gebäudes abbilden.
Herausforderung
Fachwerkbauten stellen bei der Erfassung eine eigene Kategorie dar: Die Holzständer sitzen selten exakt im rechten Winkel, Deckenhöhen variieren zwischen den Bauabschnitten, und Jahrzehnte an Umbauten haben die ursprüngliche Geometrie überlagert. Für die denkmalpflegerische Beurteilung und die Sanierungsplanung reicht ein grob generalisiertes Modell nicht – jedes einzelne Ständerwerk, jede Deckenauffälligkeit muss im Bestand nachvollziehbar sein, ohne die historische Substanz durch invasive Methoden zu gefährden.
Lösung
VDE erfasste das gesamte Anwesen per 3D-Laserscanning – Wohnteil, Ökonomietrakt und die umgebende Parzelle inklusive Baumbestand, Gartenanlage und Geländeversatz. Aus der Punktwolke entstand ein durchgängiges BIM-Modell:
4 Geschosse plus ausgebauter Dachstuhl im Wohnteil, vom Kellergeschoss bis zur Dachkonstruktion durchgängig modelliert
1 gemeinsames Treppenhaus, das Ökonomie- und Wohnteil über alle Ebenen verbindet und im Schnitt vollständig nachvollziehbar ist
Vollständiges Umgebungsmodell mit Baumkronen, Heckenstrukturen und Terrain – Grundlage für die Aussenraumplanung neben der Gebäudesanierung
Der Schnitt durch das gesamte Volumen macht sichtbar, was Pläne allein selten leisten: das Zusammenspiel von historischem Dachstuhl, den nachträglich eingezogenen Zwischendecken und der Verbindung zum Ökonomieteil – als hochpräzise Grundlage statt Annäherung.
Ergebnis
Dem Architekturbüro liegt damit ein Bestandsmodell vor, das jede Sanierungsentscheidung – vom Dachausbau bis zur Fassadeninstandsetzung – auf realer Geometrie statt auf Vermutungen stützt. Für ein Gebäude, das über Generationen gewachsen ist, ist das die Voraussetzung, damit auch die nächste Bauphase zur bestehenden Substanz passt.
Ausgangslage
Ein grosses Bauernhaus im Kanton Zürich, gewachsen über mehrere Bauphasen: Wohnteil mit Fachwerk-Sichtfassade, dahinter ein durchgehender Ökonomietrakt mit Scheune. Für die geplante Sanierung benötigte das beauftragte Architekturbüro eine verlässliche Planungsgrundlage – doch wie bei vielen historischen Liegenschaften dieser Grösse fehlten aktuelle, massgenaue Bestandspläne, die die gewachsene Struktur des Gebäudes abbilden.
Herausforderung