Um 1.30 Uhr in der Nacht auf den 5. Juni stand der Dachstock des Bahnhofs Burgdorf in Flammen. Fünf Stunden Feuerwehreinsatz später war vom Dach kaum mehr etwas übrig.
Was nach so einer Nacht kommt, ist nüchterne Arbeit: Wiederaufbau. Und Wiederaufbau ohne verlässliche Bestandsdaten heisst raten – bei der Statik, bei den Anschlüssen, bei allem, was Löschwasser und Hitze verändert haben.
Die SBB hat uns beauftragt, das Gebäude neu aufzunehmen. Aus der Vor-Ort-Erfassung entstehen ein 3D-Modell und 2D-Pläne des effektiven Zustands – nicht der alten Pläne aus dem Archiv, sondern das, was heute tatsächlich dort steht.
Man merkt in solchen Momenten, wofür Bestandsdaten eigentlich da sind. Nicht für die Schublade, sondern für genau den Tag, an dem plötzlich alles neu geplant werden muss.
Um 1.30 Uhr in der Nacht auf den 5. Juni stand der Dachstock des Bahnhofs Burgdorf in Flammen. Fünf Stunden Feuerwehreinsatz später war vom Dach kaum mehr etwas übrig.