Vor rund 200 Jahren kam Josef Martin Morel, ein Tuchhändler aus Savoyen, nach Wil. Seine Kutsche war mit Stoffen und Modewaren aus Frankreich beladen, die er auf dem Markt verkaufte. Von seinen Reisen und Erlebnissen soll er später in den Gasthäusern der Stadt erzählt haben.
Heute kommen wir als Gebäudevermesser nach Wil. Nicht mit den neuesten Stoffen, sondern mit moderner 3D-Vermessungstechnik.
Der Grund, weshalb sich unsere Wege zwei Jahrhunderte später indirekt kreuzen: Das Gebäude, das wir digital erfassen und modellieren durften und heute als Rathaus von Wil im Kanton St. Gallen dient, war einst Morels Wohn- und Geschäftshaus.
Bei einem solchen historischen Gebäude geht es um mehr als Masse und Flächen. Die digitale Bauwerksaufnahme dokumentiert die über Generationen gewachsene Architektur und macht den heutigen Zustand für Architekten und Planer präzise nutzbar. Aus den Messdaten entsteht ein detailliertes 3D-Bestandsmodell, das als Grundlage für zukünftige Sanierungen und den sorgfältigen Umgang mit der historischen Substanz dient.
Gebäude wie dieses tragen Geschichten in sich. Unsere Aufgabe ist es, ihren heutigen baulichen Zustand präzise festzuhalten, damit sie auch in Zukunft weitergeschrieben werden können.
Und die Geschichten unserer Aufnahmen erzählen wir heute meistens nicht mehr im Gasthaus, sondern hier.
Vor rund 200 Jahren kam Josef Martin Morel, ein Tuchhändler aus Savoyen, nach Wil. Seine Kutsche war mit Stoffen und Modewaren aus Frankreich beladen, die er auf dem Markt verkaufte. Von seinen Reisen und Erlebnissen soll er später in den Gasthäusern der Stadt erzählt haben.