Bei historischen Holzbauten in Bellwald im Kanton Wallis sind Balken selten vollkommen gerade, Konstruktionen nicht überall rechtwinklig und Bauteile über Jahrzehnte oder Jahrhunderte gewachsen und verformt. Genau diese Abweichungen können für eine spätere Sanierung entscheidend sein.
Bei diesem Projekt war deshalb klar: Gefragt war keine vereinfachte Darstellung, sondern eine verformungsgerechte Modellierung der bestehenden Holzkonstruktion.
Auf Grundlage der präzisen Punktwolkendaten modellierte VDE Balken, Bretter und weitere konstruktive Holzelemente so, wie sie tatsächlich verbaut sind. Bestehende Neigungen, Verschiebungen und individuelle Geometrien wurden bewusst übernommen, statt die Konstruktion im CAD zu begradigen.
Das Ergebnis ist ein detailliertes 3D-Modell des Holztragwerks, mit dem Architekten und Holzbauplaner direkt am realen Bestand weiterarbeiten können. Gerade bei Sanierungen, konstruktiven Eingriffen oder neuen Anschlüssen schafft die genaue Kenntnis der vorhandenen Balkenlagen eine wichtige Planungssicherheit.
Hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem geometrisch sauberen CAD-Modell und einer wirklichkeitsgetreuen Bestandsmodellierung: Modelliert wird nicht, wie das Gebäude theoretisch sein sollte, sondern wie es tatsächlich gebaut ist.
Bei historischen Holzbauten in Bellwald im Kanton Wallis sind Balken selten vollkommen gerade, Konstruktionen nicht überall rechtwinklig und Bauteile über Jahrzehnte oder Jahrhunderte gewachsen und verformt. Genau diese Abweichungen können für eine spätere Sanierung entscheidend sein.