Bestehende Gebäude sehen auf dem Plan oft regelmässiger aus, als sie tatsächlich gebaut wurden. Genau das zeigte sich bei diesem Projekt in Stachen im Kanton Thurgau.
Ursprünglich war vorgesehen, die Innenräume des zweiten und dritten Wohngeschosses analog zum bereits erfassten ersten Geschoss zu modellieren. Das wäre eine wirtschaftliche Lösung gewesen, wenn die Geschosse tatsächlich identisch aufgebaut wären.
Während der Gebäudeaufnahme vor Ort bemerkte unser Vermessungsteam jedoch Abweichungen zwischen den Etagen. Statt die oberen Geschosse einfach gemäss Auftrag zu kopieren, haben wir direkt reagiert und noch am selben Tag zusätzliche Laserscans durchgeführt. Gleichzeitig wurde das Architektenteam über die festgestellten Unterschiede informiert.
Bei der anschliessenden Modellierung konnten die tatsächlichen Geometrien der einzelnen Stockwerke berücksichtigt werden. Das 3D-Bestandsmodell bildet damit den realen Ist-Zustand ab, statt eine vermeintliche Regelmässigkeit aus den bestehenden Annahmen zu übernehmen.
Genau darin liegt ein wichtiger Vorteil einer professionellen Bestandsaufnahme: Nicht nur messen, was bestellt wurde, sondern erkennen, wenn der Bestand etwas anderes zeigt.
Damit stehen für die nächste Planungsphase verlässliche Daten zur Verfügung und unerwartete Abweichungen tauchen nicht erst während des Umbaus auf.
Bestehende Gebäude sehen auf dem Plan oft regelmässiger aus, als sie tatsächlich gebaut wurden. Genau das zeigte sich bei diesem Projekt in Stachen im Kanton Thurgau.