Building Information Modeling (BIM) hat sich als Standard für die Planung moderner Bauprojekte etabliert. Während sich Neubauten von Beginn an nach definierten BIM-Prozessen planen lassen, stellt der Bestand Planer vor ganz andere Herausforderungen.
Bestehende Gebäude wurden oft über Jahrzehnte erweitert, umgebaut oder saniert. Häufig stimmen die vorhandenen Pläne nicht mehr mit dem tatsächlichen Gebäude überein. Genau deshalb benötigt BIM im Bestand andere Grundlagen als BIM im Neubau.
Seit vielen Jahren konzentriert sich VDE auf die digitale Erfassung bestehender Gebäude. Unser Ziel ist es, Architekten und BIM-Planern präzise 3D-Bestandsmodelle zur Verfügung zu stellen, damit sie sich auf ihre eigentliche Planungsarbeit konzentrieren können.
Praxisbeispiel: Zentralküche PDAG Königsfelden
Ein gutes Beispiel ist die Zentralküche der PDAG Königsfelden.
Im Rahmen des Projekts sollten:
Damit das Architekten- und BIM-Team effizient und ohne Überraschungen arbeiten konnte, haben wir:
Dadurch entstand ein vollständiges digitales Gebäudemodell als Grundlage für sämtliche weiteren Planungsschritte.
BIM im Bestand braucht andere Standards
In vielen BIM-Richtlinien werden Begriffe wie LOD (Level of Development), LOI (Level of Information) oder LOG (Level of Geometry) verwendet. Diese Standards wurden jedoch überwiegend für Neubauten entwickelt.
Bestandsgebäude bringen andere Herausforderungen mit sich:
Deshalb reicht es oft nicht aus, klassische BIM-Standards unverändert auf bestehende Gebäude anzuwenden.
Unser Ansatz für BIM im Bestand
VDE arbeitet mit speziell auf Bestandsgebäude abgestimmten Detaillierungsgraden.
Je nach Projekt berücksichtigen wir:
Mit über zwölf Jahren Erfahrung in der digitalen Bestandsaufnahme beraten wir unsere Kunden individuell und liefern genau den Detailgrad, der für das jeweilige Projekt erforderlich ist.
Warum alte Ausführungspläne keine verlässliche Grundlage sind
Viele Bauherren verfügen noch über sogenannte Ausführungspläne. Diese vermitteln häufig den Eindruck, den aktuellen Gebäudezustand vollständig abzubilden.
In der Praxis zeigt sich jedoch oft ein anderes Bild. Zwischen Planung und ausgeführtem Bauwerk bestehen regelmässig Unterschiede.
Hinzu kommen zahlreiche spätere Umbauten, Sanierungen und technische Anpassungen, welche in den vorhandenen Plänen nie nachgeführt wurden.
Deshalb gilt für Bestandsprojekte:
Verlassen Sie sich nicht ausschliesslich auf Papierpläne – verlassen Sie sich auf den tatsächlichen Bestand. Eine aktuelle 3D-Bestandsaufnahme liefert genau diese Sicherheit.
Warum ein 3D-Bestandsmodell die bessere Grundlage ist
Ein präzises 3D-Bestandsmodell bildet den tatsächlichen Gebäudezustand millimetergenau ab.
Dadurch profitieren Architekten und BIM-Planer von:
Gerade bei Umbauten und Sanierungen lassen sich dadurch Planungsfehler und kostspielige Überraschungen deutlich reduzieren.
Fazit
BIM im Bestand unterscheidet sich grundlegend von BIM im Neubau.
Bestehende Gebäude benötigen präzise digitale Bestandsmodelle, welche den tatsächlichen Gebäudezustand realitätsgetreu wiedergeben und gleichzeitig optimal für die Weiterverarbeitung in BIM geeignet sind.
Mit modernem 3D-Laserscanning, individuell abgestimmten Detaillierungsgraden und langjähriger Erfahrung schafft VDE die Grundlage für erfolgreiche Umbauten, Sanierungen und digitale Planungsprozesse.