Wenn ein ganzes Areal entwickelt werden soll, stellt sich immer die Frage: Wie viel Detail braucht welches Gebäude? Die Antwort entscheidet nicht nur über die Qualität der Planungsgrundlage – sondern auch über die Kosten und Effizienz des gesamten Projekts.
Das Problem der undifferenzierten Vermessung
Viele Arealentwicklungen starten mit einer Standardvermessung – alle Gebäude gleich detailliert, unabhängig von ihrer Relevanz für die Entwicklung. Das Ergebnis: hohe Kosten für Gebäude, die abgerissen werden, und zu wenig Detail für die Gebäude, die wirklich zählen. Eine Studie des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins zeigt, dass bis zu 30% des Vermessungsaufwands bei Arealentwicklungen auf Objekte entfällt, die im weiteren Planungsprozess keine Rolle mehr spielen.
Abgestufte Modellierungstiefe als Lösung
Beim Kernstiftungs-Areal in Rapperswil hat VDE ein differenziertes Modellierungskonzept angewendet: Hauptgebäude mit hoher Entwicklungsrelevanz wurden vollständig innen und aussen modelliert. Ein Abbruchobjekt wurde nur als Volumen erfasst – für die räumliche Einordnung im Gesamtareal. Nebengebäude erhielten vereinfachte Aussenmodelle mit Fenstern, Türen und Dachaufbauten für ein stimmiges Gesamtbild. Das Ergebnis: ein arealweit koordiniertes Modell, das genau dort präzise ist, wo die Planung es braucht.
Was das für Auftraggeber bedeutet
Arealentwickler, Investoren und Stiftungen erhalten mit diesem Ansatz eine kostenoptimierte Lösung, die dennoch alle Entscheidungsgrundlagen liefert. Machbarkeitsstudien, Nutzungskonzepte und Variantenvergleiche lassen sich auf einer gemeinsamen, verlässlichen Datenbasis durchführen. Und das Modell bleibt erweiterbar: Sobald ein Gebäude in den Fokus rückt, kann die Detaillierung jederzeit erhöht werden.
Fazit
Smartes Modellieren bedeutet nicht weniger Qualität – sondern gezielte Qualität. Die richtige Detaillierungstiefe am richtigen Ort ist das Ergebnis von Erfahrung und Projektverständnis.
"Haben Sie ein Areal mit mehreren Gebäuden und unterschiedlichen Entwicklungsszenarien? Wir zeigen Ihnen, wie ein effizientes Modellierungskonzept aussehen kann."