Wer in einer Gemeindeverwaltung arbeitet, kennt die Situation: Ein Schulhaus soll saniert oder erweitert werden. Das Projekt wird ausgeschrieben, ein Architekt beauftragt – und dann taucht das erste Problem auf.
Die vorhandenen Pläne stimmen nicht mit dem überein, was tatsächlich gebaut wurde. Wände sitzen falsch, Raumhöhen weichen ab, Anschlüsse passen nicht.
Was folgt, sind Nachtragsforderungen, Verzögerungen und Mehrkosten. Kosten, die das Budget der Gemeinde belasten – und die sich mit einer einfachen Massnahme hätten vermeiden lassen.
Das Problem mit alten Schulhausplänen
Viele Schweizer Schulhäuser stammen aus den 1950er bis 1990er Jahren. In dieser Zeit wurde nicht digital geplant, Pläne wurden von Hand gezeichnet, und über Jahrzehnte hinweg fanden Anpassungen statt, die selten vollständig dokumentiert wurden. Umbauten, neue Trennwände, veränderte Zugänge – all das hinterlässt Spuren im Bestand, aber nicht immer auf Papier.
Für Gemeinden, die heute sanieren oder erweitern wollen, ist das ein reales Risiko. Planung auf falscher Grundlage kostet Zeit und Geld.
Was 3D-Laserscanning für Gemeinden leistet
Mit modernen 3D-Laserscannern lässt sich ein Schulhaus in wenigen Tagen vollständig digital erfassen – innen, aussen, Gelände, Nebengebäude. Das Ergebnis ist eine sogenannte Punktwolke: Millionen von Messpunkten, die das Gebäude exakt so abbilden, wie es heute tatsächlich ist.
Daraus entsteht ein präzises 3D-Bestandsmodell, das Architekten, Planer und Ingenieurbüros direkt weiternutzen können. Keine Interpretationslücken, keine Abweichungen, keine Überraschungen auf der Baustelle.
Das bedeutet für die Gemeinde:
Dutzende Schulhäuser – ein Muster wird sichtbar
Bei der VDE Villa Digital Engineering AG haben wir in den letzten Jahren über ein Dutzend Schulhäuser und Schulanlagen in der ganzen Schweiz vermessen und als 3D-Modelle aufbereitet. Von Richterswil über Dürnten und Schindellegi bis nach Bottighofen, Niederurnen und St. Gallen.
Was alle diese Projekte gemeinsam haben: Die Gemeinden waren froh, vor dem ersten Spatenstich Klarheit über ihren Bestand zu haben. In mehreren Fällen wurden dabei Abweichungen gegenüber vorhandenen Plänen entdeckt, die bei einem konventionellen Vorgehen erst auf der Baustelle aufgefallen wären.
In Richterswil etwa wurden mehrere Schulhäuser über Jahre hinweg sukzessive vermessen – ein Zeichen dafür, dass der Mehrwert erkannt und intern weiterempfohlen wurde. Dasselbe Bild in Niederurnen: Gleich zwei Schulhäuser wurden in verschiedenen Projekten von uns aufgenommen.
Nachhaltigkeit beginnt bei der Bestandserfassung
Ein oft übersehener Aspekt: Wer seinen Bestand kennt, saniert gezielter. Ressourcen werden effizienter eingesetzt, Materialeinsatz minimiert, Planungsschleifen reduziert. Das Schulhaus Bottighofen wird sogar nach dem Standard «Nachhaltiges Bauen Schweiz» (SNBS) umgesetzt – und auch dort begann der Prozess mit einer präzisen 3D-Bestandsaufnahme durch VDE.
Digitale Vermessung ist kein Luxus. Sie ist ein Werkzeug für verantwortungsvolle Gemeindeplanung.
Für Gemeinden, die jetzt planen
Steht bei Ihnen eine Schulhaussanierung oder -erweiterung an? Dann lohnt es sich, frühzeitig – noch vor der Ausschreibung – eine 3D-Gebäudevermessung einzuplanen. Die Kosten dafür amortisieren sich in der Regel bereits durch die vermiedenen Nachträge in der Bauphase.
VDE hat Standorte in Chur, Männedorf, Baar und St. Gallen – und vermisst Schulhäuser in der ganzen Schweiz.