Die Kosten einer Gebäudevermessung hängen stark vom jeweiligen Objekt und vom gewünschten Ergebnis ab. Entscheidend sind vor allem die Gebäudegrösse, die Komplexität, die Zugänglichkeit, der gewünschte Detaillierungsgrad und die Art der Plangrundlage, die am Ende benötigt wird.
Ein einfaches Einfamilienhaus ist deshalb deutlich anders zu kalkulieren als ein historisches Gebäude, ein Schulhaus, ein Hotel oder eine Industrieanlage.
Bei VDE betrachten wir jedes Gebäude einzeln. Denn genau darin liegt der Unterschied zwischen einer pauschalen Vermessung und einer Bestandsaufnahme, die später wirklich als zuverlässige Planungsgrundlage funktioniert.
Wovon hängen die Kosten einer Gebäudevermessung ab?
Die wichtigsten Preisfaktoren sind:
Je komplexer das Gebäude und je detaillierter das gewünschte Endprodukt, desto höher ist der Aufwand für Vermessung, Datenaufbereitung und Modellierung.
Ein Wohnblock ist nicht gleich ein Bauernhaus
Ein Mehrfamilienhaus aus den 1980er-Jahren kann viele ähnliche Wohnungen enthalten. Dafür gibt es zahlreiche Küchen, Bäder, Türen und wiederkehrende Bauteile.
Bei einem historischen Bauernhaus sieht die Situation ganz anders aus. Dort treffen wir häufig auf Holzkonstruktionen, schräge Wände, unebene Böden und Bauteile, die über Jahrzehnte verändert wurden.
Beide Gebäude können eine ähnliche Fläche haben und trotzdem einen völlig unterschiedlichen Vermessungs- und Modellierungsaufwand verursachen. Genau deshalb analysieren wir jedes Objekt vor der Offerte individuell.
2D-Pläne oder 3D-Modell?
Auch das gewünschte Ergebnis beeinflusst den Preis.
Für bestimmte Projekte reichen klassische 2D-Grundrisse, Schnitte und Fassaden vollkommen aus. Werden jedoch viele Schnitte und Ansichten benötigt oder soll das Gebäude später intensiv weiterbearbeitet werden, kann ein 3D-Bestandsmodell wirtschaftlicher sein.
Aus einem einzigen 3D-Modell lassen sich verschiedene Ansichten, Schnitte und Planunterlagen ableiten.
Bei Umbauten, Sanierungen und komplexeren Bestandsgebäuden ist deshalb nicht nur der Preis der Vermessung entscheidend, sondern auch die Frage:
Welche Planungsgrundlage spart im weiteren Projektverlauf am meisten Zeit und Aufwand?
Welchen Einfluss hat der Detaillierungsgrad?
Nicht jedes Projekt benötigt denselben Detailgrad.
Für eine frühe Machbarkeitsstudie braucht es andere Informationen als für eine detaillierte Ausführungsplanung oder eine denkmalpflegerische Dokumentation.
Deshalb wird vor Projektstart definiert, welche Bauteile und Details tatsächlich benötigt werden.
Das verhindert, dass unnötig viel modelliert wird und hält gleichzeitig die Planungsgrundlage dort präzise, wo es wichtig ist.
Wie genau muss eine Gebäudevermessung sein?
Auch die gewünschte Genauigkeit beeinflusst den Aufwand.
Wichtig ist dabei: Die technische Messgenauigkeit eines Laserscanners allein sagt noch nicht, wie genau das spätere CAD- oder BIM-Modell ist.
Entscheidend ist der gesamte Prozess aus Aufnahme, Registrierung der Punktwolken, Qualitätskontrolle und Modellierung.
Für normale Umbau- und Sanierungsprojekte muss deshalb nicht jedes Bauteil auf den Millimeter modelliert werden. Entscheidend ist eine Genauigkeit, die zur späteren Nutzung passt.
Spielt die CAD-Software beim Preis eine Rolle?
Ja. Wir erstellen Bestandsmodelle unter anderem in ArchiCAD, Revit, Vectorworks und Allplan.
Dabei modellieren wir nach Möglichkeit direkt im gewünschten nativen CAD-System. Das hat den Vorteil, dass Architekten und Planer das Modell anschliessend unmittelbar weiterverwenden können.
Je nach Software, Gebäudetyp und gewünschter Modellierungsart unterscheidet sich der Aufwand etwas.
Deshalb klären wir bereits vor der Offerte, in welchem Format das Modell später tatsächlich genutzt wird.
Was bekommt man bei einer Gebäudevermessung?
Je nach Projekt kann die Leistung beispielsweise folgende Bestandteile umfassen:
Der Preis sollte deshalb nie losgelöst vom Leistungsumfang betrachtet werden.
Zwei Angebote können auf den ersten Blick unterschiedlich teuer wirken, obwohl sie völlig unterschiedliche Leistungen enthalten.
Kann man bei einer Gebäudevermessung Kosten sparen?
Ja. Aber nicht unbedingt durch weniger Genauigkeit.
Oft liegt das grösste Sparpotenzial darin, nur jene Gebäudebereiche und Details zu erfassen, die für das geplante Bauvorhaben tatsächlich benötigt werden.
Wenn beispielsweise nur das Dachgeschoss umgebaut wird, muss möglicherweise nicht jedes Detail im Untergeschoss modelliert werden.
Eine gute Projektabgrenzung kann den Aufwand deutlich reduzieren, ohne die Qualität der benötigten Planungsgrundlage zu beeinträchtigen.
Wir suchen deshalb gemeinsam mit unseren Kunden nach einer sinnvollen Lösung zwischen Umfang, Qualität und Budget.
Was kostet eine Gebäudevermessung nun konkret?
Eine seriöse Pauschalantwort gibt es leider nicht. Dafür unterscheiden sich Gebäude und Anforderungen zu stark.
Die bessere Frage lautet deshalb:
Was kostet die Gebäudevermessung für genau dieses Gebäude und genau dieses Projekt?
Für eine zuverlässige Einschätzung benötigen wir in der Regel:
Damit können wir den Aufwand meist sehr schnell einschätzen.
Gebäudevermessung unverbindlich anfragen
Wenn du wissen möchtest, was eine Gebäudevermessung für dein Projekt kostet, kannst du uns die wichtigsten Angaben direkt über unsere Offertanfrage senden.
Wir prüfen das Gebäude, schlagen den passenden Aufnahme- und Modellierungsumfang vor und erstellen eine projektspezifische Offerte.
So bezahlst du nicht für einen pauschalen Standard, sondern für genau die Planungsgrundlage, die dein Projekt wirklich benötigt.