Scan2BIM · Geometrie + Informationen · Koordinierte Planung

3D BIM Modelle

Ein BIM-Modell ist mehr als ein geometrisch präzises 3D-Modell – es ist ein strukturiertes digitales Abbild des Gebäudes. Bauteile sind benannt, klassifiziert und mit Informationen angereichert. Die Grundlage für koordinierte Planung zwischen Architektur, Haustechnik und Tragwerk im Bestand.

Fallstudie: Hallenbad Biregg / Neubad, Luzern

Ausgangslage
Das ehemalige Hallenbad Biregg – ein Hauptwerk des Brutalismus aus dem Jahr 1969, heute bekannt als Kulturzentrum «Neubad» – steht vor seiner grössten Transformation: Sanierung und Weiterentwicklung als Herzstück des neuen Stadtquartiers Kleinmatt/Biregg. Die IMMO Stadt Luzern benötigte im Rahmen des städtischen BIM-Programms (BIM@SLU) eine belastbare Bestandsdokumentation als Grundlage für die Vorstudie. Die Herausforderung: Planunterlagen aus verschiedenen Epochen – von Planpausen aus den Jahren 1965–1968 bis zu teilweise veralteten DWG-Plänen – bildeten keine konsistente Grundlage für die anstehende Planung.

Lösung
Auf Basis einer vollständigen Laserscan-Punktwolke des Geoinformationszentrums der Stadt Luzern erarbeitete VDE ein präzises, massstabsgetreues 3D-Bestandsmodell – direkt nutzbar als Planungsgrundlage für Sanierung und Erweiterung. Ergänzend wurden 360°-Fotoaufnahmen zur visuellen Dokumentation von Zustand und baulichen Details erstellt. Das Ergebnis: ein strukturelles Bestandsmodell als neutrale, medienbruchfreie Grundlage inkl. Mengenauswertungen, IFC- und DWG-Lieferung sowie archivierter Referenzierung der historischen Pläne.

Ergebnis
Das Planungsteam der Stadt Luzern erhielt einheitliche, nachvollziehbare Grundlagen – von der historischen Bausubstanz bis zum aktuellen Bestand in einem konsistenten Modell. Das 3D-Modell fliesst direkt in den Planungsprozess ein, der Ende 2026 dem Grossen Stadtrat vorgelegt wird. Ein Projekt, das zeigt: BIM ist kein Modell – sondern ein strukturierter Informationsprozess von der Bestandserfassung bis zur Entscheidungsgrundlage.

«Als erhaltenswert eingestuftes Objekt braucht es eine exakte Bestandsmodellierung – jeder Millimeter zählt, wenn historische Substanz auf neue Planung trifft.»

CAD vs. BIM – der entscheidende Unterschied

Ein BIM-Modell beschreibt nicht nur Geometrie, sondern den Aufbau und die Funktion jedes Bauteils.
Wände, Decken oder Türen sind klar klassifiziert und mehrschichtig aufgebaut – mit Materialien, Stärken und Funktionen. Ergänzt wird das Modell gezielt durch Informationen aus Fachplanerplänen. So entsteht eine strukturierte Grundlage, auf der Architektur, Technik und Tragwerk sauber zusammenarbeiten – und Konflikte früh erkannt werden.

So entsteht Ihr BIM-Modell

Laserscanning des Gebäudes
Das Gebäude wird mit 3D-Laserscannern vollständig aufgenommen. Die georeferenzierte Punktwolke bildet die geometrische Basis – millimetergenau, vom Keller bis zum Dachgebälk.

Modellierung mit strukturierten Bauteilinformationen
Aus der Punktwolke entsteht ein bauteilbasiertes Modell in ArchiCAD oder Revit. Jedes Element – Wand, Decke, Stütze, Öffnung – wird geometrisch korrekt platziert und mit Typ, Funktion und Attributen versehen.

Erweiterung mit Bestandsinformationen
Vorhandene 2D-Pläne, Ingenieurspläne, Sondierungsberichte und Bestandsdokumentationen werden einbezogen und im Modell integriert. So entsteht ein digitales Abbild, das mehr weiss als die Punktwolke allein zeigt.

IFC-Export & Lieferung
Das fertige Modell wird als native Projektdatei und IFC-Export geliefert – bereit für die disziplinübergreifende Koordination, den Fachplaner-Austausch und die Übergabe an Auftraggeber.

Was das BIM-Modell leistet

Koordination zwischen Architektur, Haustechnik und Tragwerk
Alle Fachplaner arbeiten auf derselben strukturierten Datenbasis. Kollisionen, Planungswidersprüche und fehlende Informationen werden früh erkannt – bevor sie auf der Baustelle teuer werden.

Strukturierte Bauteil- und Gebäudedaten
Räume, Flächen, Bauteilmengen und Gebäudestrukturen sind digital abrufbar. Das beschleunigt Auswertungen, Kostenermittlungen und Qualitätsprüfungen in allen Projektphasen.

Langfristiger Datenwert
Das BIM-Modell bleibt über die Erstmodellierung hinaus nützlich: für Folgeumbauten, Aufstockungen, Betrieb und Facility Management. Einmal erstellt, dauerhaft verwertbar.

Typische Anwendungen

  • Umbauten und Sanierungen mit mehreren Fachplanern
  • Projekte mit BIM-Anforderung durch Bauherrn oder Generalplaner
  • Bestandsentwicklungen mit Haustechnik- und Tragwerksbeteiligung
  • IFC-basierte Koordinationsmodelle
  • Digitale Gebäudedokumentation mit Bauteilinformationen
  • Übergabe an TGA-Planer, Tragwerksplaner oder Generalplaner
  • Grundlage für Facility Management mit Bauteilbasis

Für wen eignet sich in 3D-BIM-Modell

BIM-Bestandsmodelle eignen sich für alle, die koordiniert und disziplinübergreifend an Bestandsgebäuden planen:

  • Architekturbüros
  • Generalplaner
  • Haustechnikplaner (HLKS)
  • Tragwerksplaner
  • Bauherren mit BIM-Anforderung
  • Facility Manager

VDE und Scan2BIM

VDE ist seit über fünfzehn Jahren auf Scan2BIM-Modellierung spezialisiert. Unsere Modelle werden in ArchiCAD, Revit, Allplan und Vectorworks erstellt, als native Files und zusätzlich als IFC geliefert und sind auf die Anforderungen koordinierter Planung im Bestand ausgerichtet – mit Projekten in der ganzen Schweiz.

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